Montag, 30. April 2018

Das Comeback des Diesel

Es ist das wohl umstrittenste Fahrzeuge der letzten Wochen, Monaten und Jahren - der Diesel. Volkswagen ist seinerzeit aufgeflogen, wegen falscher Abgaswerte. Schnell war jedoch klar, dass nicht nur VW diverse Abgaswerte manipuliert hatte, sondern dass alle Autohändler ihre Fahrzeuge mit falschen Werten betitelt hatten. Die Folgen daraus spüren wir heute vor allem in Großstädten. Dank der diversen Abgase verschlechtert sich die Luft immer weiter. Ein Softwareupdate sollte helfen, doch die Luft ist immer noch nicht besser geworden. Fahrverbote für den Diesel stehen schon seit längerem im Raum. Doch jetzt feiert der Diesel sein Comeback.

Doch wie sauber ist der Diesel denn nun? Wird er nun die Abgaswerte einhalten können? Wird die Luft in Großstädten demnächst wirklich besser werden? Wird er vielleicht sogar mehr Schadstoffe aufnehmen als er ausstößt? Und wird unsere Luft eventuell sogar besser werden als vor dem Automobil?

Letztere Frage kann ziemlich schnell beantwortet werden. Unsere Luft wird wohl nicht besser werden, als sie noch vor der Erfindung des Automobils war. Dafür ist in zwischen viel zu viel Zeit vergangen und unsere Gesellschaft ist zu sehr vom Automobil und der Elektrizität abhängig geworden, als dass dies jemals der Fall sein wird.
Mit der Zeit kamen aber auch immer neue wissenschaftliche Errungenschaften, sodass wir nun in der Lage sämtliche Atome in der Umgebungsluft zu bestimmen und ihre Konzentration festzustellen. Und anhand dieser Werte können wir nun das perfekte Mischungsverhältnis der Umgebungsluft für den Menschen und die Natur erörtern.
Immer wieder in der Diskussion, weil die Werte beunruhigend hoch sind, sind das CO2, der Feinstaub, sowie die altbekannten Stickoxyde (NOx), die wir alle aus dem Diesel-Skandal kennen werden. Letztere könnten jedoch bald der Vergangenheit angehören.
"Wenn nur solche Autos führen, wäre der Einfluss des PKW-Verkehrs auf die NOx-Werte in Stuttgart kaum noch nachweisbar."
Ja, tatsächlich. Bosch hat doch tatsächlich das Wundermittel gefunden, welches alle Diesel weniger NOx emittieren lässt. Doch für die Hardwarenachrüstung muss man entweder auf Leistung verzichten oder einen höheren Spritverbrauch in kauf nehmen. Also mussten die Bosch-Ingenieure ran. Am Ende blieb keine Schraube unangetastet. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Trotz eines Kaltstarts liegen die Werte nach nur 15 Minuten bei 25 Milligramm pro Kilometer. Und auf längeren Fahrten können sie sogar unter 15 Milligramm fallen.
Doch ein Problem besteht immer noch. Der SCR-Kat funktioniert nur bei Betriebstemperatur. Fährt man also beispielsweise Bergab, so kühlt der SCR-Kat schnell aus. Die Lösung dieses Problems liegt geradezu auf der Hand. Um das Auskühlen zu vermeiden bedient sich Bosch an einer ausgeklügelten Abgasrückführung, sodass der SCR-Kat nicht so schnell auskühlt. Der Bosch-Mann Andreas Kufferath ist sich sicher: "Wenn nur solche Autos führen, wäre der Einfluss des PKW-Verkehrs auf die NOx-Werte in Stuttgart kaum noch nachweisbar."

Die Tatsache, dass man heutige Dieselfahrzeuge mit entsprechender Hardware ausstatten kann, heizt die Diskussion um den Diesel-Skandal erneut an. So fordert die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die technische Nachrüstung älterer Dieselautos. Nach einem Gutachten soll eine solche Nachrüstung nämlich nur bis zu 3.000 € pro Fahrzeug kosten. Die Kosten dafür sollen die Autokonzerne selbst tragen, schließlich haben diese auch mit falschen Abgaswerten geprahlt, den Käufer hinters Licht geführt und damit Milliardengewinne eingefahren. Warum sollten die Hersteller dann nicht in der Pflicht sein auch dafür jetzt die Rechnung zu tragen? Schuld ist schließlich nicht der Käufer, sondern der Verkäufer, die großen Autokonzerne.
Sollte es eines Tages also wirklich dazu kommen, dass alle Dieselfahrzeuge zurückgerufen werden, um den NOx-Ausstoß zu verringern, könnte der Diesel tatsächlich sein Comeback feiern.
Doch ob das tatsächlich der Beste Weg den Diesel-Skandal zu beenden bleibt fraglich. Die Autoindustrie hält immer noch an den altbewährten Antrieben fest. Auch weiterhin werden CO2, Feinstaub und NOx an die Umwelt abgegeben. Dabei gibt es doch Alternativen wie das E-Auto oder das Wasserstoffauto. Doch anstatt an diesen neuen, zukunftsträchtigen Antrieben zu forschen und zu entwickeln, behalten wir doch lieber das Alte bei. Und das Alles auf Kosten unserer Gesundheit und der Natur.

Wer etwas mehr über den Diesel-Skandal erfahren möchte bzw. was es mit den Werten CO2, Feinstaub und NOx auf sich hat, kann sich auch gerne unten die beiden Videos anschauen.



Montag, 23. April 2018

E-Fuel - Der Treibstoff der Zukunft?

Diesel, Benziner, E-Auto, Wasserstoffautos, Hybridwagen und jetzt auch noch E-Fuel?
Ja, früher musste man sich nur zwischen dem guten alten Diesel und dem Benziner entscheiden und diese Entscheidung konnte auch recht schnell gefällt werden. Letztlich ging es nämlich nur darum, ob man eher Langstrecken mit seinem Auto fährt oder doch öfter in der Stadt unterwegs ist.
Und auch heute ist diese Frage durchaus wieder berechtigt. Dank des Diesel-Skandal und der viel diskutierten Fahrverbote um den Diesel, könnte es demnächst tatsächlich besser sein, wenn man einen Benziner hat. Wer allerdings am überlegen ist sich ein neues Auto zu kaufen, der steht letztlich auch vor der Frage, ob es nicht auch ein Hybridwagen, ein E-Auto oder ein Wasserstoffauto sein darf. Und um die Entscheidung noch etwas komplizierter zu machen, könnte es in Zukunft auch noch um den Treibstoff E-Fuel gehen.

Aber was ist dieser E-Fuel eigentlich? Woraus wird er gewonnen? Ist er tatsächlich so umweltfreundlich wie ein Stromer? Ist es tatsächlich sinnvoll diesen Kraftstoff im Universalverkehr einzusetzen? Oder wäre es nicht eventuell sogar besser die Elektro- und Wasserstoffautos weiterzuentwickeln?

Aber beginnen wir doch ganz von vorne. Und mit ganz von vorne meine ich bei dem Namen. E-Fuel bedeutet nämlich letztlich nichts anderes, als dass es sich hier um einen strombasierten Kraftstoff handelt. Strombasiert deshalb, weil es eben nicht um die Gewinnung von Strom geht, sondern darum, aus dem überschüssigen Strom, der im Netz ist, Flüssig- und Gaskraftstoffe herzustellen. Dieses Verfahren nennt man Power-to-Gas oder Power-to-Liquid.
Vorbild für dieses Verfahren ist die Photosynthese, welche man aus der Natur kennt. Allerdings wird bei dem Power-to-Luquid (oder Power-to-Gas) Verfahren nicht direkt das CO2 verwendet, sondern es erfolgt erst noch ein Zwischenschritt. Mit dem überschüssigen Strom wird zunächst eine Elektrolyse in gang gesetzt, welche Wasser in seine Bestandteile zerlegt. Auf diese Weise erhält man Wasserstoff und Sauerstoff. Letzterer kann direkt in die Umwelt geblasen werden, da die Luft so wie so schon Sauerstoffhaltig ist. Alternativ könnte man aber auch Sauerstoffflaschen damit befüllen und diese an Krankenhäuser oder Taucher verkaufen.
Im zweiten Schritt wird nämlich nur noch der Wasserstoff benötigt, welchen man mithilfe von CO2, welches sich ebenfalls in der Luft befindet oder aus Biogasanlagen entnommen werden kann, gemischt und es entstehen synthetisches Gas, synthetisches Benzin, Diesel oder auch Kerosin.
Das schöne an diesen synthetischen Kraftstoffen ist, dass sie komplett Klimaneutral sind. Das CO2, welches übrigens auch in jedem herkömmlichen Motor verbrannt werden kann, wird am Ende auch wieder aus dem Auspuff in die Umweltabgegeben. Zudem kann die synthetischen Kraftstoffe rein mit regenerativen Energien herstellen und braucht dabei nicht auf Erdöl oder Erdgas zurückgreifen.
Sämtliche Fahrzeuge, welche mit E-Fuel betankt werden, sind also genauso umweltfreundlich, wie jedes Elektrofahrzeug, welches heute schon auf den Straßen fährt. Am Ende kommt es schließlich darauf an, woher der Strom kommt.

Warum reagiert die Politik dann nicht und setzt nun auf E-Fuel?

Zunächst einmal könnte es daran liegen, dass E-Fuels noch nicht ausgereift genug sind. Der Gesamtwirkungsgrad von E-Fuels liegt gerade einmal bei 20-30%. Im Gegensatz dazu ist de Elektromobilität mit einem Wirkungsgrad von 70% Meilen weit voraus. Zusätzlich ist die Herstellung von herkömmlichen Benzin oder Diesel wesentlich günstiger.
Das bedeutet aber nicht, dass die synthetischen Kraftstoffe keine Zukunft hätten. Im Gegenteil. Die Forschung geht immer weiter und sie muss sogar weiter gehen. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen müssen wir einen Mix aus alternativen Antrieben bekommen. Wir können uns nicht alleine auf die E-Mobilität verlassen. Allein die Tatsache, dass der gesamte Schiffs- und Flugverkehr noch umgestellt werden muss, stellt uns vor eine riesige Aufgabe. Genau da könnte es letztlich dann sinnvoll sein auf das Power-to-Liquid Verfahren zurückzugreifen.
Doch bis heute stellt sich die Politik noch quer. Zwar fragen wir uns schon länger, wo wir mit dem ganzen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien hin sollen, doch der Ausbau von Power-to-Liquid Anlagen läuft nicht an. Im Norden müssen regelmäßig Windkraftanlagen abgeschaltet werden, weil zu viel Strom produziert wird. Zudem fehlen die Stromtrassen in den Süden, sodass oftmals im Norden zuviel Strom produziert wird und im Süden zu wenig. Jahr für Jahr werden so 1-4 Milliarden Euro verschleudert. Alles Geld, was letztlich der Steuerzahler zahlen muss. Und die Politik unternimmt nichts. Sie beharrt weiterhin auf ihrer "Stromnetze-First"-Politik.
Sollten die besagten Stromtrassen bis 2030 tatsächlich fertiggestellt sein, und wir wissen alle, wie sich solche Großprojekte ziehen können, dann wurden nicht nur mindestens 13.000.000.000 € in den Sand gesetzt, sondern auch 13 Jahre lang auf veraltete Techniken gesetzt.
E-Fuel ist kein Treibstoff, der erst in Zukunft angewendet werden kann. Nein, er kann bereits jetzt, hier und heute Anwendung finden. Wenn wir das tun, dann werden wir in 13 Jahren bereits eine Verbesserung der Umwelt erreicht haben. Und wir würden den Pariser Klimazielen ein deutliches Stück näher gekommen.

Montag, 16. April 2018

Das Wasserstoffauto

In meinem letzten Beitrag habe ich euch das Auto der Zukunft vorgestellt. Klar war dabei, dass die klassischen Verbrennungsmotoren keine Zukunft haben. Eine wirklich rosige Zukunft haben da doch eher das Elektroauto mit Akku bzw. das Wasserstoffauto. Um letzteres soll es dann auch in diesem Beitrag gehen.




Aber was ist ein Wasserstoffauto denn eigentlich? Wo liegen die Vorteile eines solchen Autos? Welche Nachteile gibt es? Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Und warum schreibe ich neuerdings immer von einem Elektroauto mit Akku? 
Nun, letzteres ist ziemlich schnell erklärt. Wenn man von einem Elektroauto spricht, so sagt es eigentlich nur aus, dass ich statt dem klassischen Verbrennungsmotor einen Elektromotor in der Karosserie verbaut habe. Woher dieser Elektromotor dann jedoch seinen Strom bekommt, ist nicht geklärt. Die gängigste Variante ist zwar, dass der Strom aus einem Akku gespeist wird, jedoch kann man auch eine sogenannte Brennstoffzelle verwenden. Eine Brennstoffzelle liefert nämlich auch Strom und kann, oh Wunder, dem entsprechend auch einen Elektromotor antreiben.
Streng genommen würden alle Tesla-. i3-, e-Golf- und e-Smartfahrer also kein Elektroauto fahren, sondern eigentlich ein Akkuauto oder ein Stromauto. Wobei letzteres irgendwie logischer klingt. Und wem das noch nicht schnittig genug daher kommt, der kann sein Elektroauto mit Akku auch gerne 'Stromer' nennen.

Aber zurück zum Wasserstoffauto. Hier soll es schließlich nicht um das Elektroauto mit Akku gehen, sondern um das Wasserstoffauto. Oder um genauer zu sein um den Unterschied zwischen den beiden Elektrovarianten. Und da haben wir nunmal auf der einen Seite den klassischen Akku, den wohl jeder von uns kennt. Jede Batterie ist letztlich ja ein Energieträger und könnte dementsprechend jeden Elektromotor mit Strom versorgen. Der Akku eines Elektroautos ist da nichts anderes, außer dass er etwas größer ist.
Auf der anderen Seite kann man den Elektromotor auch über eine Brennstoffzelle laufen lassen. Statt eines Akkus wird also eine Brennstoffzelle, sowie ein entsprechender Tank in das Fahrzeug eingebaut. Irgendein Element muss der Brennstoffzelle schließlich zum Verbrennen gegeben werden.
Für das Automobil hat sich seiner Zeit die Wasserstoffzelle etabliert. Warum Wasserstoff? Weil es das Element ist, welches im Universum am häufigsten vorkommt. Und nicht nur im Universum, sondern auch hier auf der Erde gibt es eine riesiger Fülle an Wasserstoff. Wir kennen es allerdings eher in der Verbindung mit Sauerstoff und nennen es dann Wasser. Und wer mal ein Bild von unserer Erde gesehen hat, der weiß auch, dass es Unmengen an Wasser hier auf der Erde gibt. Nicht umsonst wird unser Planet auch gerne mal als 'Blauer Planet' bezeichnet.

Aber was geschieht nun eigentlich in einer Brennstoffzelle?

Eine Brennstoffzelle, oder besser gesagt in eine Wasserstoffzelle, besteht aus zwei Elektroden und zwei Platten aus einem Katalysator auf Platinbasis. Die beiden Platten sind mit einer Plastikmembran getrennt. Der Wasserstoff aus dem Tank und der Sauerstoff aus der Luft werden über Kanäle in die Platte geleitet. Der Katalysator zerlegt die Wasserstoffmoleküle in Protonen und Elektronen. Die Elektronen können nicht durch die Membran dringen und werden deshalb durch einen externen kreis geleitet - so entsteht Strom.
Doch wozu brauche ich dann Sauerstoff?
Ganz einfach. Die Wasserstoffmoleküle, welche gerade ihr Elektron abgegeben haben und somit zum Proton wurden, können nun durch die Membran zum Sauerstoff in der Luft wandern. Und da Wasserstoffatome und Sauerstoffatome gerne eine Verbindung eingehen, weil dabei die Energie niedriger ist, entsteht Wasser.
Das einzige Abfallprodukt der Wasserstoffzelle ist also Wasser. Und dieses ist eben null schädlich für den Menschen.

Wer die Funktionsweise einer Brennstoffzelle jetzt noch nicht verstanden hat, kann sich das ganze auch hier nochmal in einem Video anschauen.

Jetzt fragen sich vermutlich schon einige, warum man nicht schon viel früher damit angefangen hat Wasserstoffautos herzustellen.
Aber das hat man schon sehr lange. Allerdings war die Entwicklung der Wasserstoffzelle noch lange nicht so ausgereift wie heute. Erst heute lohnt es sich wirklich Autos mit Brennstoffzelle anzubieten, wobei auch heute noch die Kosten für ein solches Auto extrem hoch sind, da eine Brennstoffzelle ziemlich Teuer ist. Und dem entsprechend fahren nur sehr wenige Wasserstofffahrzeuge auf unseren Straßen umher. Zudem hat die Marke Tesla die Elektrofahrzeuge mit Akku groß rausgebracht, sodass sich andere Automarken auch eher auf diesen Markt spezialisieren, als jetzt groß in Wasserstoffautos zu investieren.

Aber wer weiß schon was die Zukunft bringen wird. Vielleicht wird es ja in 10, 20 oder 30 Jahren einen neuen Pionier in der Autobranche geben, welcher das Wasserstoffauto revolutionieren wird.

Montag, 9. April 2018

Das Auto der Zukunft


Der Diesel-Skandal hat die Autoindustrie schwer ins Wanken gebracht. Von jetzt auf gleich wurde der Diesel von einem der innovativsten Antriebe zur größten Dreckschleuder, die es gibt. Sämtliche Dieselfahrzeuge hatten enorme Wertverluste zu verzeichnen. Niemand wollte mehr den guten alten Diesel kaufen. Besitzer eines Diesels überlegten, wie sie ihr Auto noch möglichst gewinnbringend verkaufen konnten. Die gute alte Abwrackprämie wurde von sämtlichen Autoherstellern angeboten. Auf diese Weise konnten die Kunden mehrere tausend Euro sparen.

Doch wie sieht eigentlich das Auto der Zukunft aus? Welche Antriebsmöglichkeiten wird es in Zukunft geben? Benzin? Diesel? Elektro? Wasserstoff? Stickstoff? Welche Vorteile gibt es? Welche Nachteile? Wie sieht eigentlich unser aller Zukunft aus?

Zukunft, ja darum geht es letztlich immer. Wer sich um seine eigene Zukunft keine Gedanken macht, der braucht sie auch erst gar nicht antreten. Und mit Zukunft meine ich nicht den morgigen Tag oder was ich gerne am Wochenende unternehmen würde. Nein, mit Zukunft meine ich eher das, was in 10 oder 20 Jahren sein wird. Wo sehe ich mich in 10/20 Jahren? In was für einer Stadt möchte ich dann leben? Und in was für einem Land?
Wenn man mich vor einem halben Jahr noch gefragt hätte, wo ich mich in 10 Jahren sehen werde, dann hätte ich wohl gesagt, dass ich in irgendeinem Büro sitzen werde und meiner Arbeit nachgehe. Ich würde ein Haus oder eine Wohnung besitzen und täglich mit meinem Auto zur Arbeit fahren und wieder zurück.
Dieses Auto, welche ich besitzen würde, wäre auch nichts besonderes gewesen. Es wäre halt irgend eines der vielen mit Verbrennungsmotor gewesen. Halt wie jeder andere auch.
Im Zuge dieses Blogs, und all der Informationen, welche ich mir in den letzten Wochen und Monaten angeeignet habe, bin ich allerdings zu dem Schluss gekommen, mir keinen klassischen Verbrenner zu kaufen. Ich möchte sogar sagen, dass ich ein wahrer Fan der Elektromobilität geworden bin. Am liebster hätte ich sogar ein Elektroauto, als ersten eigenen Wagen. Doch bis ich ein eigenes Auto benötige, werden auch noch ein paar Monde ins Land ziehen.

Aber warum bin ich eigentlich solch ein Fan der Elektromobilität?

In meinen Augen ist es einfach das Auto der Zukunft. Aktuell schlagen wir uns zwar immer noch damit rum, dass die Reichweite eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs sehr gering ist und in keiner Konkurrenz zum Diesel oder dem Benziner steht. Tatsächlich steckt die Elektromobilität aber noch in den Kinderschuhen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich alles in den kommenden Jahren entwickeln wird. Und wenn man mal zu dem Pionier Tesla schaut, so wird der kommende Roadster mit seinen 1000 km an Reichweite ein wahrer Konkurrent werden.
Nun ist Tesla vielleicht nicht das perfekte Beispiel, weil die Marke doch eher für seine hochpreisigen Fahrzeuge bekannt ist. Aber daran kann man sehr schön erkennen mit welchen Akkukapazitäten in Zukunft gerechnet werden kann. Und seien wir mal ehrlich. Die 1000 km Reichweite machen nicht nur dem Benziner, sondern auch dem Diesel Konkurrenz.
A propos Konkurrenz. Der Elektroantrieb ist nicht der alleinige Kandidat für den Straßenverkehr von heute und morgen. Ein weiterer Antrieb mit guten Zukunftsaussichten ist der Wasserstoffantrieb.
Die Vorteile bei Autos mit Wasserstoffantrieb liegen geradezu auf der Hand. Denn ebenso wie die klassischen Benziner und Diesel, muss man auch ein Wasserstoffauto an einer Tankstelle auftanken. Und das geschieht innerhalb von wenigen Minuten. Bei Elektroautos mit Akku dauert einmal Vollladen mindestens eine halbe Stunde. Wer möglichst zügig also weiterfahren möchte, der sollte auf Wasserstoffautos setzen. Aber nicht nur wegen der zügigen Befüllung des Tanks, sondern auch weil die Reichweite eines Wasserstofffahrzeugs generell größer ist als bei Elektroautos mit Akku. So kommt beispielsweise der Toyota Mirai derzeit auf 502 km Reichweite, wohingegen das Model S von Tesla zwischen 397 und 506 km an Reichweite vorzuweisen hat.

Klingt zunächst einmal sehr verlockend. Aber natürlich gibt es auch immer die Kehrseite. Wasserstoff ist nämlich schwer zu lagern und zu transportieren. Dementsprechend gibt es derzeitig auch nur 14 Wasserstofftankstellen in ganz Deutschland. Ein Elektrofahrzeug mit Akku kann man hingegen an jeder x-beliebigen Steckdose aufladen. Hinzu kommt der Anschaffungspreis. Ein Elektroauto mit Akku gibt es schon ab etwa 14.000 €, Wasserstoffautos hingegen nicht unter 50.000€.
Ansonsten gibt es keine nennenswerte Unterschiede zwischen Wasserstoffautos und Elektroautos mit Akku. Weder von der Geschwindigkeit, noch von der Wartung her tun sich die beiden Varianten was. Selbst die Umweltauswirkungen sind bei beiden gleich. Sowohl Strom, als auch Wasserstoff lassen sich nämlich auf umweltfreundliche Weise herstellen.

Sind Wasserstoffautos und Elektroautos mit Akku also das Auto der Zukunft?

Jein. Sowohl Wasserstoffautos, als auch Elektroautos mit Akku haben das Potential für das Auto der Zukunft. Man darf allerdings nie vergessen, dass das Auto nur so umweltfreundlich ist wie seine Energiequelle. Ein Großteil des Stroms stammt hierzulande nämlich immer noch aus Kohlekraftwerken. Und erst wenn unser Strom zu 100% aus regenerativen Energien wie Sonne, Wind und Wasserkraft gewonnen wird, können wir auch von emissionsfreien Autos sprechen. Wenn wir diese 100% erreicht haben, oder zumindest den größten Teil aus regenerativen Quellen erzeugen, dann werden wir auch einen deutlichen Unterschied in der Luftqualität merken. Derzeit stammen nämlich etwa 13% der Treibhausgase in der Erdatmosphäre aus dem Straßenverkehr. Erst wenn wir es schaffen diese Treibhausgase zu reduzieren oder sogar komplett zu eliminieren, können wir in eine bessere Zukunft blicken. Doch dafür brauchen wir günstigere Elektroautos mit großer Reichweite, sowie emissionsfreie Stromquellen und ein dichteres Ladenetz.

Montag, 2. April 2018

Das Model 3

Bei dem Thema Elektromobilität hat sich eine Automarke besonders etabliert. Sie ist nicht nur ein Vorreiter der Elektromobilität, sondern auch Vorbild für diverse andere Autobauer und nicht zuletzt auch eine Art Statussymbol für Umweltbewusstes und nachhaltiges Autofahren.
Viele werden es wahrscheinlich schon lange wissen. Es geht hier um die Firma Tesla.
Ich selbst bin ein absoluter Fan der Firma Tesla und am liebsten wäre es mir, wenn mein erstes Auto ein Tesla wäre. Wenn ich mir allerdings die Preise anschaue, so wird es wohl eher mein fünftes, sechstes oder gar siebtes Auto, nachdem ich all die Vorgänger bis zur Verschrottung gefahren habe. Vor allem, da ich nicht der Typ bin, der sich gerne mit der minimal Ausstattung zufrieden gibt.
Um so besser passt es, dass Tesla nun mit dem Model 3 auch ein Elektroauto auf den Markt bringt, welches in Masse produziert werden soll. Es ist also ein Auto für die Allgemeinheit. Tesla möchte nunmal die Elektromobilität voranbringen und dazu ist es eben nötig, dass E-Autos nicht nur für die Schönen, die Reichen und die ganz schön Reichen eine Überlegung wert sind. Das Model S und das Model X sind nunmal Fahrzeuge der Luxusklasse und die kann sich eben kaum jemand leisten.
Das erklärt zumindest auch den Hype, als Tesla das Model 3 vorgestellt hat. Dutzende standen am Folgetag vor den Tesla Stores nur um sich ein Auto Vorzubestellen. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurden 115.000 Neubestellungen in den Tesla Stores verzeichnet. Über den Preis kann man sich jedenfalls nicht beschweren. Für das Basismodell zahlt man 35.000 Dollar, was umgerechnet etwa 28.400 Euro entspricht. Diesen Preis zahlt man auch für jedes vergleichbare Modell mit Verbrennungsmotor. Und nach oben hin wird es wie bei all den anderen Modellen wohl auch keine Begrenzung geben.
Wer nun allerdings glaubt bei dem Preis sich ein Model 3 zu kaufen, der sollte sich auf eine etwas längere Wartezeit einstellen. Im Gegensatz zu all den anderen Autobauern, wo man drei, vier oder fünf Monate auf seinen Neuwagen warten muss, hat Tesla derzeit für das Model 3 eine deutlich längere Wartezeit. Wer jetzt bestellt darf 12 - 18 Monate warten. Von all den Verzögerungen, welche sich in all den Monaten abspielen können mal ganz abgesehen. Bislang läuft die Produktion des Model 3 nämlich erst noch an. Wobei das auch eher schleppend von statten geht. Das Ziel, dass Ende März 2500 Fahrzeuge vom Typ Model 3 pro Woche vom Band laufen, wurde jedenfalls nicht erreicht. Elon Musk, der CEO von Tesla, kündigte vor kurzem an, gerade einmal die 2000 Marke geknackt zu haben.

Die Auslieferung der Model 3 könnte sich also eher den 18 Monaten annähern, wenn es so weitergeht. Zudem soll beispielsweise erst im Jahre 2019 die Fertigung für Modelle mit Rechtslenkung starten, sodass erst dann tatsächlich alle Kunden bedient werden könnten. Ob dieses Ziel dann auch eingehalten werden kann steht bislang auch noch in den Sternen.
Aber was tut man nicht alles, um einmal einen Tesla zu besitzen. Wirklich gute Alternativen gibt es von den anderen Autobauern jedenfalls nicht. Zwar nähern sich manche Modelle nun auch der magischen Marke von 300 km Reichweite an, jedoch fehlt häufig auch die entsprechende Ladeinfrastruktur, welche Tesla im Laufe der Jahre gut ausgebaut hat und auch stetig weiter verbessert.

Montag, 26. März 2018

Der Semi Truck

Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs rückt immer weiter voran. Und das nicht nur im Individualverkehr. Nicht nur da Schnellladenetz für PKW wird kontinuierlich erweitert und verbessert. Auch in der Batterietechnologie gibt es bereits große Fortschritte. Doch all dies reicht nicht. Nicht um den Klimawandel aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen. Es muss also mehr getan werden als den Individualverkehr zu revolutionieren. Auch im Güterverkehr müssen erhebliche Veränderungen vorgenommen werden. Ein Schritt ist es sogenannte e-Highways so errichten. Doch auch die LKWs, welche diese benutzen, haben immer noch einen Verbrennungsmotor. Letztlich sind es nur Hybrid-LKWs.
Doch auch hier gibt es mal wieder die eine Firma, welche die E-Mobilität weit nach vorne bringen möchte. Ihr Name kennt jeder und es verwundert auch nicht groß, dass es genau diese Firma mit der Revolution beginnt. Ihr Name ist Tesla.

Im vergangenen Jahr hat Tesla seinen Semi Truck der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits jetzt sind Unmengen an Bestellungen eingegangen. Das geht von einer Hand voll Trucks bis hin zu einhundert und mehr. Doch was ist dieser Semi eigentlich für ein Truck?

Der Semi ist letztlich ein ganz normaler Sattelzug. Der, wie sollte es anders sein, rein elektrisch betreiben wird. Hinzu kommt ein besonderes Design und ein paar nette Spielereien, wie es für Tesla eben üblich ist. So kann der Semi beispielsweise in fünf Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und mit voll beladenem Anhänger sogar in 20 Sekunden. Schaffen tut er dies mit insgesamt vier Elektromotoren, welche jeweils eines der Hinterräder antreiben. Ein wahnsinns Wert. Doch nicht nur die vier Motoren ermöglichen dies. Der Semi ist so konzipiert, dass er einen Luftwiderstand von gerade einmal 0,36 hat. Ermöglicht wird dies durch die einzigartige Stromlinienform und beweglichen Seitenklappen zwischen dem Anhänger und dem Führerhaus. Zudem wurde der Unterboden komplett eben gestaltet, um möglichst wenig Luftwiderstand zu erreichen. So mussten dann auch die Außenspiegel zwei Kameras weichen.
Die Bilder der Kameras werden auf zwei 15" große Bildschirme links und rechts neben dem Fahrer eingeblendet. Ganz Tesla like halt. Doch wie gut sieht man einen Bildschirm der auf der Beifahrerseite angebracht wurde? Nun ja. Eigentlich gibt es keinen Beifahrer mehr. Der Fahrersitz wurde nämlich in die Mitte verlegt. So konnte schließlich auch die Stromlinienform verbessert werden. Der Fahrer sitzt nun also mittig vor seinem Lenkrad und hat links und rechts zwei Bildschirme, auf denen sämtliche Informationen wiedergegeben werden.
So sitzt nun also der Fahrer in seinen Führerhaus und lenkt seinen Truck über die Straße. Eigentlich ganz normal. Bis auf die Windschutzscheibe. Diese ist nämlich nicht aus gewöhnlichem Glas. Mit einem Riss in der Scheibe darf nämlich kein Truck weiter fahren. Zumindest nicht in Amerika. Die Ausfallzeiten können also sehr hoch sein. Genau das hat Tesla zum Anlass genommen und hat seine Windschutzscheibe aus Panzerglas fertigen lassen. Ein teures unterfangen, was sich aber schnell bemerkbar machen kann. Tesla scheint jedenfalls von seinem Produkt überzeugt zu sein. Wer einen Semi kauft hat gleichzeitig eine Ausfallgarantie von 1,6 mio. km.
Das Alles ist zwar schon recht schön und gut, doch für die großen Massen an Bestellungen ist dies noch kein guter Grund. Was bei Firmen allerdings immer zieht sind die Betriebskosten. Diese sollen bei dem Semi nämlich um 20% niedriger sein, als bei herkömmlichen Trucks. Bei Platooning, also wenn mehrere Trucks hintereinander fahren, sogar noch niedriger. Dies geht so weit, dass sogar der Schienenverkehr unrentabler sein soll. Bei weniger als 2 kWh pro Meile kann dies durchaus möglich sein. So kann der Semi dann auch je nach Batteriekapazität bis zu 480 bzw. 800 km zurücklegen. Und wenn es dann noch weiter gehen soll, so fährt man einfach einen sogenannten MegaCharger an. Letztlich nichts anderes als ein SuperCharger. Der MegaCharger ist jedoch für Trucks ausgelegt und soll ausschließlich mit Strom aus Sonnenenergie gespeist werden.

Das alles soll sogar schon im nächsten Jahr Realität werden. 2019 ist zumindest die erste Auslieferung eines Semi geplant. In wie weit dann schon ein Netzwerk der MegaCharger zu verfügung stehen wird, ist zumindest fraglich. Vermutlich wird sich aber alles erst einmal auf die USA beschränken und hier in Europa wird man dann frühestens 2020 mit den ersten Semi rechnen können. 
Die Idee einen rein elektrischen Truck zu produzieren ist jedoch sehr gut. So kann der Güterverkehr auch weiterhin revolutioniert werden und dank der MegaCharger, welche durch Sonnenenergie ihren Strom produzieren sollen, ist sogar der Umwelt geholfen. Wer weiß, vielleicht werden die MegaCharger ja bald neben den Superchargern stehen, sodass auch die PKWs von Tesla mit Sonnenenergie geladen werden können. Wünschenswert wäre dies jedenfalls.
Zudem könnte ich mir auch ganz gut vorstellen, dass es einen halb Hybriden-Truck irgendwann geben wird. Warum Halb-Hybrid? Weil er eigentlich rein elektrisch betrieben wird. Wenn der e-Highway aber ein Erfolg wird, dann könnte man die Trucks auch umrüsten und mit einer größeren Batterie ausstatten, statt mit einem Verbrennungsmotor mit Tank. So wären zumindest die Abgase des Verbrennungsmotors beseitigt und man müsste auf manchen Strecken auch nicht so viele MegaCharger aufstellen, da es den e-Highway gibt.

Montag, 19. März 2018

e-Highway


Als ich angefangen diesen Blog zu starten und die ersten Informationen zusammen zu suchen bin ich teilweise auch von Fakten ausgegangen, welche sich als teilweise falsch herausstellten. So bin ich bei meinem ersten Post in diesem Blog davon ausgegangen, dass es zu unrentabel sei sämtliche Straßen mit Oberleitungen auszustatten und so das Problem der Reichweite von Elektrofahrzeugen zu umgehen. Nachdem ich diesen Beitrag fertig geschrieben hatte und dabei war, mir ein paar Bilder aus dem Internet herauszusuchen, bin ich auf ein Pilotprojekt in Schweden aufmerksam geworden, welches Ende diesen Jahres auch hier zunächst als Pilotprojekt starten wird.

Doch um was geht es denn nun eigentlich genau? Warum ist Deutschland nicht darauf gekommen? Wollte Deutschland nicht eine große Elektro-Nation werden? Hat Deutschland überhaupt noch eine Chance auf diesen Titel?

Das Thema Elektromobilität gibt es schon sehr sehr lange. Doch in den letzten 50 Jahren ist es sehr in Vergessenheit geraten und wurde vor allem von den großen Autofirmen eher tot geschwiegen. Inzwischen rächt sich das Ganze. Die E-Mobilität ist bei den Endkunden ein großes Thema geworden. Dies bietete in den vergangenen 15 bis 20 Jahren diversen Firmen einen Segen für ihr Geschäft. Sie hatten nämlich den Trend erkannt und gehören teilweise sogar zu sehr gefragten Firmen der Branche. Handeln tut es sich dabei aber meist um PKWs. Das Thema Güterverkehr wurde bislang nur sehr wenig behandelt. Das liegt vor allem daran, dass gerade LKWs eine sehr große Kapazität der Batterie bräuchten, um die dazu nötige Reichweite zu erlangen. Bedeutet allerdings auch, dass die elektrisch betriebenen LKWs nicht nur sehr lang, sondern auch enorm schwer sein müssten, weil die derzeitige Batterietechnologie noch nicht soweit ist. Der Strom für die e-LKWs sollte also möglichst nicht in einer Batterie gespeichert werden, sondern über eine Oberleitung oder evtl. über eine Stromschiene abgerufen werden, wie es bei diversen U- und S-Bahnen der fall ist.
Nun ist es natürlich ein enormer Aufwand sämtliche Straßen eines Landes mit Oberleitungen auszustatten. Selbst wenn es nur um die Straßen geht, welche die einzelnen Industriegebiete miteinander verbindet. So oder so müsste ein enorm hoher Geldbetrag in die Hand genommen werden, um ein Vorhaben dieser Größe zu realisieren. Und genau durch diese Sichtweise werden wahrscheinlich viele Projekte nie in angriff genommen. Anstatt immer nur auf die Kosten zu gucken, sollte man eher mal schauen, welchen nutzen das Ganze haben kann. Und genau so wird dann auch Schweden darauf gekommen sein das Transportwesen radikal zu ändern. Anstatt die CO2-Werte der PKW immer geringer zu halten, wurde geschaut, wer denn überhaupt die meisten Abgase in die Umwelt pustet. Um den CO2-Ausstoß zu verringern reicht es schließlich nicht nur an den Abgaswerten der PKWs zu schrauben. Und wenn man wie Schweden den CO2-Ausstoß radikal senken möchte, dann muss man sich eben auch die Abgaswerte im Transportwesen anschauen und wie man diese verringern kann. So kam es zu dem Beschluss, dass Schweden bis 2030 keine fossilen Brennstoffe mehr im Transportwesen einsetzen möchte. Wie man das macht? Man baut einen so genannten e-Highway.
Der e-Highway ist letztlich nichts anderes als eine Oberleitung für die Straße. Jedoch werden nicht alle Straßen damit ausgestattet, sondern nur die Autobahnen des Landes. Benutzen kann diese Oberleitung jeder LKW, welcher über einen Abnehmer verfügt. So hat Schweden das Transportwesen revolutioniert. Dort fahren inzwischen LKWs welche die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs mit der Flexibilität eines LKWs verknüpft haben. Und damit nicht genug. Nicht nur die Umwelt profitiert durch den geringeren CO2-Ausstoß. Auch die Kraftstoffkosten konnten um 75% gesenkt werden. 
Die einzelnen Firmen setzen dabei auf Hybrid-LKW. Diese besitzen nicht nur einen Elektromotor, sondern auch einen klassischen Diesel-Verbrennungsmotor. Mit letzterem können die LKWs wie gewohnt von A nach B fahren. Wenn sie dabei auf einen entsprechenden e-Highway fahren können sie ihren Abnehmer per Knopfdruck ausfahren und fahren ab da rein elektrisch. Während diesem Vorgang kann aber nicht nur Energie aus dem Stromnetz abgerufen werden, sondern auch die Energie, welche über die Rekuperation gewonnen wurde, auch wieder in das Netz eingespeist werden.
Die e-Highway ist in Schweden bislang ein voller Erfolg. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die einzelnen Firmen. Dies nimmt Deutschland nun als Vorbild und wird selbst bis Ende diesen Jahres ein Pilotprojekt starten. Dabei handelt es sich um eine ca. 6 km lange Strecke der A1 bei Lübeck und eine weitere Teststrecke auf der A5. Diese sollen zunächst zu weiteren Erkenntnisse im Straßengüterverkehr führen und bei bedarf entsprechend erweitert werden. Dazu haben sich jetzt schon verschiedene Firmen gemeldet, welche über mehrere Jahre die Teststrecken befahren werden. Bei Erfolg könnte also auch hier in Deutschland bald ein großes Netz von e-Highways errichtet werden. 

Montag, 12. März 2018

Kreisel Electric


Die Elektromobilität ist doch was feinen. Wenn man das Ganze richtig angeht kann man bereits heute schon durch die Gegend reisen, ohne dabei auch nur ein Gramm CO2 bei auszustoßen. In den meisten fällen hat ein E-Auto zwar eine deutlich geringere Reichweite als bei einem Verbrenner, doch genau dies kann diversen Mittelständigen Unternehmen zum Erfolg verhelfen. Die große Autobauer wollten es lange Zeit nicht wahr haben, dass die E-Mobilität ein Markt mit Zukunft ist. Sie wollten nicht wahr haben, dass man damit ein Millionengeschäft machen kann. Und so konnten andere Firmen sich in dieser Nische breit machen. Bestes Beispiel dafür ist die Firma Tesla, welches bislang einsamer Spitzenreiter in Sachen E-Mobilität ist. Aber es gibt auch Firmen, welche einen anderen Ansatz verfolgen. Man muss schließlich nicht immer ein komplett neues Auto erfinden. Man kann auch ganz einfach die bestehenden Modelle entsprechend umbauen. Genau dieses Vorgehen verfolgt die Firma Kreisel Electric und hat damit bereits große Erfolge erzielt.

Kreisel Electric ist letztlich Entwickler und Hersteller von Akkumulatoren. Gegründet wurde die Firma im Jahre 2014 von 3 Brüdern. Begonnen haben sie damals mit hobbymäßigen Umbauten von verschiedenen Fahrzeugen. Die große Masse kam dabei aber noch nicht zustande, da die drei Brüder noch keine großen Erfahrungen in Sachen Umbau hatten.
Ihr erstes Fahrzeug war damals ein Audi A2. Begonnen wurde selbstredend mit dem Ausbau des kompletten Motorblocks und sämtlichen Teilen, welche ein E-Auto nicht mehr benötigte. Anschließend ging es daran den Elektromotor und einen entsprechenden Energiespeicher in Form einer Batterie in der Karosserie unterzubringen. Heraus kam schließlich ein Auto mit einer Reichweite von ca. 100 km. Für einen hobbymäßigen Umbau gar nicht übel. Doch das Gewicht des neuen A2 war enorm hoch. Die drei Brüder mussten also eine andere Methode finden, bei der das Auto nicht so schwer wurde.
Dieses Ziel wurde für das zweite Auto angestrebt. Dieses war nun ein Porsche 911. Und auch hier wurde erstmal wieder alle überflüssigen Teile wie Tank und Verbrennermotor ausgebaut und durch die elektrische Alternative ersetzt. Heraus kam schließlich ein elektrifizierter 911 mit 180 kW Leistung und einer Batteriekapazität von 65 kWh. Sie hatten es geschafft. Sie waren auf einem guten Weg. Selbst Tesla hat seiner Zeit noch Batterien im Model S ab 60 kWh verbaut. Kreisel Electric war nun also ein ernstzunehmender Konkurrent. Und das Beste war, dass der 911 Porsche sogar weniger wog als das Original. 
Im Mai 2016 wurde dann der Grundstein für den großen Erfolg gelegt. Die erste eigene Firma wurde errichtet. Darin befindlich ist eine Werkstatt für die Prototypen sowie eine komplett automatisierte Fertigungslinie für die Batteriespeicher. Kreisel Electric ist also keine Automarke. Kreisel Electric stellt Batteriezellen her. Wobei die Entwicklung dabei nie stagniert. Kreisel Electric forscht immer weiter daran die Batterien leichter zu machen und dennoch die Kapazität beizubehalten oder sogar noch zu erhöhen. Der wohl größte Erfolg wurde dabei mit einem VW Golf erzielt. Im Gegensatz zum ursprünglichen Hersteller Volkswagen hat Kreisel Electric es nämlich geschafft die Reichweite des Golf auf 400 kM zu erhöhen. 
Aber das sind nicht die einzigen Erfolge. Kreisel Electric hat für seine zukunftsweisende Forschung und Entwicklung bereits diverse Auszeichnungen erhalten. Zudem ist der elektrische Umbau nicht nur auf PKW beschränkt. Es können auch kleinere LKW, kleine Busse, kleine Boote oder auch kleine Flugzeuge umgerüstet werden. So entstand dann auch die Partnerfirma Mavero. Diese Produziert und entwickelt nämlich Energiespeicher für die Hauseigene Solaranlage. 

Montag, 5. März 2018

Ionity - Verbrenner war gestern


Dies ist ein Meilenstein in der Geschichte der Elektromobilität. Der Plan wird immer konkreter. Bald könnte es tatsächlich wahr werden. Jetzt werden auch andere Autohersteller wach und starten in die Zukunft. Und wenn der große Plan tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, so kann selbst Tesla sich noch warm einpacken. Der Vorreiter in Sachen Elektromobilität könnte schon bald vom Thron gestoßen werden. Denn nun starten auch die klassischen Autobauer in die Elektromobilität. Sie machen Tesla eine Kampfansage. 
Doch wie stößt man einen Giganten wie Tesla von seinem Thron?

Das ist relativ simpel. Man ist einfach besser. Und in diesem Fall könnte Ionity tatsächlich ein ernstzunehmender Gegner sein. Diese Firma ist nämlich nicht wie Tesla eine neue Marke welche die Nische Elektromobilität revolutionieren möchte. Ionity ist ein Joint Venture zwischen den großen Autohändlern BMW, Daimler, Ford, Volkswagen und deren Tochterunternehmen. Ziel des Unternehmens ist die Ladeinfrastruktur in Europa zu verbessern. Dazu sollen in bislang 18 europäischen Ländern bis 2020 400 Schnellladestationen entstehen. Diese sollen dank des in Europa stadartisierten CCS-Stecklers sogar markenunabhängig sein. Eine Ladestation soll zudem nicht wie in diversen Innenstädten aus zwei Ladebpunkten bestehen. Im durchschnitt soll sie sechs Ladepunkte erhalten. Vorbild scheint hier der Konkurrent Tesla zu sein welcher an seinen Superchargern im Durchschnitt genauso viele Ladepunkte hat. Bislang hat Tesla allerdings erst 300 seiner Supercharger in Westeuropa aufgestellt. Sollte Ionity es also schaffen bis 2020 die Zahl von 400 Schnellladestationen zu erreichen, wäre dies eine Kampfansage an den Giganten Tesla. 
Aber nicht nur die Anzahl der Stationen ist hier entscheidend. Ionity plant sein High-Power-Charging Netzwerk mit einer Leistung von bis zu 350 kW auszustatten. Tesla hat bisher nur 145 kW. An einer solchen HPC-Ladestation könnte man also sein Model S in etwa der Hälfte der Zeit aufladen. Der Begriff Schnellladesäule ist hier also durchaus wörtlich zu nehmen. So hat Ionity sich dann auch das Ziel gesteckt den Ladevorgang möglichst schnell und Komfortabel zu gestalten. Dazu gehört dann auch eine digital bezahlbare Abwicklung des Vorgangs. Dazu könnten dann auch die bereits bestehenden Ladesäulen gehören, welche intelligent mit dem neuen HPC-Netzwerk verknüpft werden sollen. Es könnte in Zukunft also tatsächlich möglich sein wie an jeder klassischen Tankstelle mit ein und dem selben Bezahlsystem seine Rechnung zu begleichen.

Das Ziel welches sich Ionity gesteckt hat ist schon lange überfällig, doch die klassischen Automarken haben lange Zeit auch die Entwicklung in Richtung E-Mobilität verschlafen. Nur dadurch konnte sich letztlich eine Marke wie Tesla in diesem Segment etablieren. Um so besser ist es natürlich jetzt den Gegenangriff zu starten und zumindest diesen Trend nicht komplett zu verschlafen und eventuell sogar daran zu zerbrechen.
Das sich das Ganze lohnt kann man bereits jetzt erkennen. Im Vergangenen Jahr konnte Ionity dank der diversen Partnerschaften mit Rasthöfen und Tankstellen über die Hälfte der Standorte für 2020 akquirieren. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich die Firma nicht auf seinen Erfolgen ausruht sondern vielleicht sogar die Zahl von 400 Standorten bis 2020 sogar noch übertrifft. Wünschenswert wäre dies auf jeden Fall. Vor allem in Verbindung mit Verbesserten Reichweiten bei den E-Autos.

Montag, 26. Februar 2018

Das Model S - Der Durchbruch


Wer dieses Modell auf der Straßen fahren sieht oder auch am Wegesrand stehen sieht, der kann seinen Blick nicht von diesem Auto nehmen. Nicht nur weil das Design eine ganz eigene Sprache spricht und man schon von weitem erkennen kann, dass dort ein Tesla ist. Nein, man muss noch nicht einmal ein großer Auto-Fan sein. Tesla hat mit seinem Model S nämlich Geschichte geschrieben. Der CEO von Tesla, Elon Musk, hat mal wieder eine Branche revolutioniert. Er hat es mal wieder geschafft das scheinbar unmögliche möglich zu machen. 


Nachdem der Roadster von Tesla erfolgreich angelaufen war, sich allerdings auch herausstellte, dass dieser eher als luxuriöser Zweitwagen diente, musste Tesla nun einen Wagen entwickeln, den man auch im Alltag gut fahren konnte. In einer Zukunftsvision von Elon Musk würde nämlich irgendwann jedes Auto rein elektrisch fahren und nicht nur die Zweitwagen. Das neue Modell musste also für den Alltag gemacht sein. Zudem hing von diesem neuen Modell letztlich auch die Zukunft von Tesla ab. Wenn sie es wirklich schaffen sollten ein Elektroauto massenhaft zu produzieren und zu verkaufen, so gäbe es eine rosige Zukunft für Tesla. Alle anderen Autobauer hatten sich nämlich bislang vor dem Elektroauto gefürchtet und haben die Elektromobilität nie gefördert. Ein großer Fehler wie sich zeigen sollte.
Im Jahr 2008 kündigte Tesla dann das Model S an. In den ersten Entwürfen sollte das neue Modell einen sogenannten Range Extender bekommen, um die Reichweite mithilfe eines Verbrennungsmotors zu erhöhen. Noch im selben Jahr wurde dieser Gedanke allerdings wieder verworfen und Elon Musk gab auf der GoingGreen-Konferenz im September bekannt, dass Tesla ausschließlich rein elektrisch betriebene Fahrzeuge produzieren werde.
Zudem wollte Tesla das Model S nun ganz alleine Produzieren und nicht auf andere Autobauer angewiesen sein. Es musste also zunächst einmal ein Standort für die neue Produktionsstätte gefunden werden. Das Ganze stellte sich aber als etwas schwieriger heraus als angenommen. Und so gingen mehrere Jahre ins Land ohne das Tesla auch nur etwas Gewinn verzeichnen konnte. Doch Elon Musk war das relativ egal. Für ihn war der Ruf der Firma sehr viel wichtiger als der schnelle Gewinn.
Als sich schließlich herausstellte, dass sich die Produktion und die Auslieferung des Model S verzögern werde, hat Elon Musk ein Event für seine Kunden organisiert, welche bereits ein Model S bestellt hatten und eine Anzahlung von 1000 Dollar geleistet hatten. Bei der Verzögerung ging es letztlich nämlich nicht nur um ein paar Wochen, sondern um mehrere Monate. Damit von den Kunden aber niemand von dem Kaufvertrag zurücktritt, hat Elon Musk ein fertigen Prototypen des Model S bei einem Event vorgestellt und hat seine Kunden damit fahren lassen. 
Dieses Event verschaffte Tesla etwas Zeit und dank der durchweg positiven Rückmeldung zu dem Model S stieg die Vorfreude der Kunden natürlich auch an. Seit dem 22. Juni 2017 liefert Tesla nun das Model S an seine Kunden aus. 
Seit dem Frühjahr 2013 musste das Model S dann auch immer wieder auf den Prüfstand und wurde dort auf Herz und Nieren getestet. So bescheinigte der Comsumer Reports dem Model S das bisher beste Testergebnis. Der NHTSA ermittelte im Sommer 2013 die höchsten je gemessenen Sicherheitsstandards. Bis heute gibt es kein Auto welches sicherer ist als das Model S.
Durch den durchschlagenden Erfolg des Model S ist Tesla inzwischen die führende Automarke in Sachen E-Mobilität geworden. Nicht nur weil sie die sichersten Autos produzieren. Sie bauen auch die Elektrofahrzeuge mit der bislang höchsten Reichweite von bis zu 613 km laut NEFZ. Zudem hat Tesla neben Produktion seiner Autos auch ein sogenanntes Supercharger - Netzwerk errichtet, welches exklusiv für Tesla-Fahrer besteht. Dies sind Stromtankstellen, welche entlang der Hauptverkehrsrouten angesiedelt sind und so auch Strecken von mehreren Tausend Kilometern zurückgelegt werden können. Inzwischen ist das Superchargernetz so dicht, dass man ohne Probleme von A nach B kommen kann. Man muss sich nicht einmal große Gedanken über die Streckenplanung machen, da das integrierte Navi weiß, wo die Supercharger stehen und dem entsprechend die Route für einen plant.
Inzwischen hat Tesla seine Produktionspalette auf insgesamt drei Modelle erweitert. Mit dabei ist natürlich auch weiterhin das Model S, das Model X (ein SUV auf Basis des Model S), sowie das Model 3 welches der erste Mittelklassewagen von Tesla sein wird. Zudem wird es ab 2020 eine Neuauflage des Roadster geben und 2019/2020 plant man an einem SUV auf Basis des Model 3 zu bauen.
Auch wird Tesla zukünftig den Markt für Lastkraftwagen revolutionieren. Ende letzten Jahres wurde hierfür der Tesla Semi Truck auf einem Event vorgestellt. Erste Bestellungen wurden auch schon angenommen. Ab wann dieser dann auf den Straßen fährt steht allerdings noch nicht fest.

Montag, 19. Februar 2018

Elon Musk und Tesla


Es sind zwei Namen um die man in der Elektromobilität nicht mehr drum herum kommt. Die Marke Tesla zeigt dem Rest der Welt, wie weit die Elektromobilität schon sein könnte. Doch zu verdanken haben wir die großen Meilensteine in der Elektromobilität nicht etwa Daimler, BMW, Volkswagen und co. Nein, große Reichweiten von über 500 km im realen betrieb, Ein Autopilot der das Auto selbstständig über die Straßen führt und das sicherste Auto auf der Welt verdanken wir alles einer Person. Dem CEO von Tesla, Elon Musk. 
Doch wer ist dieser Elon Musk eigentlich?
Elon Musk ist ein Visionär. Er ist der Steve Jobs der Autoindustrie. Und einer der erfolgreichsten Unternehmer. Bereits in jungen Jahren hat er Firmen gegründet und anschließend für Millionen von Dollar verkauft. PayPal, SolarCity, Tesla und Space X sind die vier bekanntesten seiner Firmen und haben ihn zum jüngsten Milliardär der Welt gemacht.
Um dies zu erreichen geht Musk immer gleich vor. Er setzt sich ganz einfach ein Ziel. Doch nicht wie manch andere es tun würden. Er setzt sich nämlich unrealistische Ziele. Ziele die man nach dem aktuellen stand nicht erreichen kann. Und dennoch werden sie immer realisiert. Musk ist nicht nur jemand der eine Firma gründet, um Geld zu verdienen. Musk gründet eine Firma, um die Welt zu verändern. Und so lautet dann auch sein wichtigstes Ziel - Menschheit retten!
Und genau nach diesem Muster handelt Elon Musk dann auch. All seine Firmen, die er gegründet hat, kann man letztlich auf drei große Themenbereiche runterbrechen. Internet, Leben auf anderen Planeten und regenerative Energien. Mit PayPal hat er das Bezahlen im Internet revolutioniert. Mit Space X will er leben auf anderen Planeten ermöglichen. Und mit SolarCity will er die regenerativen Energien voran treiben.
In einer Zukunfsvision von Musk werden eines Tages alle Autos rein elektrisch fahren. Ihre Energie bekommen sie dabei über Solarzellen, welche auf den diversen Dächern zu finden sein werden. Doch da die Autoindustrie sich bislang sehr dagegen gewehrt hat rein elektrisch betriebene Autos zu produzieren, hat Musk im Jahre 2003 einfach selber eine Automarke gegründet. Die Marke Tesla war geboren.
Tesla, eine Marke, um die man in der Autoindustrie nicht mehr drum herum kommt. Gestartet wurde damals mit dem Tesla Roadster. Wobei es sich bei diesem Wagen eigentlich mehr um einen Versuch handelte. Es musste erst einmal hersausgefunden werden, ob es überhaupt einen Markt für Elektroautomobile mit hohen Reichweiten gab. Gleichzeitig konnte man auf diese Weise erste Erfahrungen sammeln mit dem Thema Elektromotor. Vor allem im Individualverkehr gab es bislang keine großen Erfolge, auf die man hätte zurückgreifen können. Das E-Auto war bis zu diesem Moment ein Nischen-Produkt gewesen. Geradezu perfekt für Elon Musk mit seinen Zukunfsvisionen.
Neun Jahre nach der Gründung von Tesla kam dann auch das zweite Modell auf den Markt, das Model S. Von diesem Wagen hing damals die Zukunft von Tesla ab. Nachdem sich nämlich rausstellte, dass der Tesla Roadster damals eher als luxuriöser Zweitwagen gekauft wurde, sollte das Model S nun eine Limousine der Oberklasse werden. Es sollte ein Wagen sein, mit dem man den Alltag bewältigen konnte. Ein Wagen, der mehr Kunden ansprechen sollte, als der Roadster.

Montag, 12. Februar 2018

Die Geschichte des Elektroautos


Wie revolutionär ist das denn? So etwas gibt es heute schon? Diese Technik ist ja gerade zu futuristisch? Willkommen im 21. Jahrhundert. Das Todesurteil für die klassischen Verbrenner. Diesel und Benzin waren gestern. Heute Beginnt die Zukunft. Und die ist elektrisch. 

Wenn man sich mit dem Thema Elektromobilität befasst und sieht wie immer mehr Automobilhändler ihre Flotte elektrifizieren, so bekommt man im ersten Moment den Eindruck, dass das Elektroauto eine ganz neue Innovation sei. Dies würde zumindest auch die hohen Anschaffungskosten eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs erklären. Doch wo beginnt eigentlich die Geschichte des E-Autos? Ist es eine ganz neue Technologie?

Kurz und knapp gesagt: Nein. Das Elektroauto gibt es schon seit vielen vielen Jahren. Damals als die ersten Automobile entstanden war der Elektroantrieb sogar ziemlich beliebt. Vor allem bei den Frauen, weil der Elektromotor so leise war. Aber auch die Männer hatten damit ihren Spass. Wer kennt das nicht, wenn ein Rudel Männer um ein Auto herum stehen und sich mit allerlei technischen Fakten das Auto bewundern. So war es auch bei dem E-Auto. Dieses hatte nämlich als das erste Auto die magische Marke von 100 km/h geknackt. Für damalige Verhältnisse eine Sensation. 
Und so kam es dann tatsächlich, dass um 1900 sogar mehr Elektroautos über die Straßen fuhren als es Verbrenner taten. Wer in New York zu dieser Zeit mit einem Taxi unterwegs war, konnte sich zu 100% sicher sein, dass es ein E-Auto ist. Dort waren nämlich sämtliche Taxen rein elektrisch unterwegs. 
Doch irgendwann kam dann der Umbruch. Verbrennungsmotoren wurden immer sprintsparender. Mit einem Diesel oder Benziner konnte man irgendwann weitere Strecken zurücklegen mit einer Tankfüllung. In der Batterietechnologie wurden hingegen nicht so große Fortschritte gemacht, sodass sich die Forschung fortan mit der Verbesserung von Verbrennungsmotoren beschäftigt hat. 

Anfang der 1990er Jahre waren schließlich so viele Verbrenner auf den Straßen unterwegs, dass viele Städte Probleme mit den Abgasen hatten. so wurde 1996 beispielsweise in Kalifornien ein Gesetz erlassen, dass man fortan versucht mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen. Die Wiedergeburt des E-Autos nahm ihren Lauf. Genau richtig für den Toyota Prius, welcher nur ein Jahr Später 1997 zum ersten Mal gebaut wurde. Vor allem in Amerika war der Prius ein Kassenschlager. Die Kombination zwischen dem rein elektrischen fahren auf Kurzen Strecken und der Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor auf Langstrecken sagten vielen Leuten zu.
Leider konnte man aber damals den Prius nur auf sehr kurzen Strecken rein elektrisch fahren. Zudem wurde die Batterie nicht an der Steckdose geladen, sondern über Benzinmotor. Und so taten sich ein paar Hobby-Schrauber zusammen und bauten ihren Prius um. Dabei wurde nicht nur eine größere Batterie im Auto untergebracht, sondern auch eine Steckdose an der Außenseite installiert, sodass man fortan den umgebauten Prius an der Steckdose aufladen konnte und dank der größeren Batterie auch auf längeren Strecken rein elektrisch unterwegs sein. So konnte man beispielsweise den Einkauf erledigen ohne dabei Benzin zu verbrennen.
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Zwar waren nun die ersten Plug-In Hybriden geboren, doch die Autofirmen sahen darin keine Zukunft. Im Gegenteil. Sie standen sogar etwas unter Druck, weil seit 1996 in Amerika per Gesetz beschlossen wurde mehr Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Dies Chance ergriff damals GM und entwickelte den EV1. Ein rein elektrisch betriebenes Auto. Abnehmer gab es sogar einige. Die Wartelisten waren unendlich lang. Man musste Monate auf dieses Auto warten. Doch leider wurde dieses Auto nur zu Testzwecken in zwei Städten ausgeliefert, um zu gucken, ob es überhaupt Interessenten für Elektroautos gab. Allein die Warteliste hätte für GM Anlass genug sein müssen, den EV1 auch in weiteren Städten anzubieten. Doch die schienen daran kein Interesse zu haben. Letztlich wurde die Produktion sogar eingestampft und auch das Gesetz mehr Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen wurde 2003 gekippt. Die Begründung: Man würde mit dem EV1 keine schwarzen Zahlen schreiben, da niemand dieses Auto kaufen würde. Was eine glatte Lüge war, denn den EV1 konnte man nur leasen. Das große Projekt E-Auto wurde also wieder einmal gekonnt beiseite gelegt und man konnte sich wieder voll und ganz den Verbrennern widmen.

Bis heute gab es in der Batterietechnologie keine großen Fortschritte. Weder bei der Erhöhung der Kapazität, noch bei der Ladegeschwindigkeit. Und so sind wir genau da wo wir vor 50 oder 100 Jahren schon waren. An das Projekt E-Auto scheint sich keiner der großen Autohändler ran zu wagen. Selbst heute, wo viele Firmen mit elektrifizierten Modellen Werbung machen, handelt es sich dabei nur seltenst um Serienproduktionen. Es scheinen sich die Firmen das Handeln von GM damals etwas abzuschauen. Als würde man dem Kunden gerade ein paar Brotkrumen hinwerfen, damit er wieder still ist und man sich dann wieder auf die guten alten Verbrenner besinnen kann.
An großen Neuerungen in der Batterietechnologie scheinen die Firmen jedenfalls nicht interessiert zu sein. So werden Forschungsgelder zum Beispiel nicht in die Batterie- oder Ladetechnologie gesteckt, sondern es wird ganz einfach ein Verfahren entwickelt bei dem man innerhalb von wenigen Minuten eine Batterie auswechseln kann. So muss man schließlich auch nur an einer Technologie arbeiten und nicht an mehreren.

Einzig und allein bei Daimler scheint ein umdenken stattgefunden haben. Was durchaus daran liegen mag, dass man mit der bekannten, und revolutionären Marke Tesla zusammenarbeitet. Elon Musk, der CEO von Tesla, hat damals die Nische Elektroauto erkannt und im Jahre 2003 die Marke Tesla gegründet. Seitdem ist Tesla Vorreiter bei dem Thema Elektromobilität und ist den anderen Automarken um Jahre voraus.

Montag, 5. Februar 2018

Vor- und Nachteile von E-Autos


Durch den Diesel-Skandal im vergangenen Jahr hat das Elektroauto einen wahren Boom erlebt. Viele Endkunden haben sich dazu entschlossen statt eines klassischen Verbrenners ein umweltfreundlicheres E-Auto zu fahren. Bis September 2017 wurden so bereits 16.433 neue E-Autos zugelassen. Ein enormer Anstieg, wenn man bedenkt, dass am 01. Januar 2017 nur 34.022 E-Autos zugelassen waren. 

Aber wie groß sind eigentlich die Vorteile eines solchen E-Autos? Gibt es da nicht auch ein paar Nachteile? Für wen ist ein E-Auto konzipiert? Wer sollte evtl. doch eher einen Verbrenner fahren? Wie sieht es aus mit der Reichweite? Wieviel Platz bietet solch ein Elektroauto? Ist es tatsächlich DAS Auto der Zukunft?

Da ich diese Seite erst seit diesem Jahr betreibe ist euch noch nicht so viel Information hier zu finden. Nach dem allseits bekannten Dieselskandal im vergangenen Jahr, habe ich mich schließlich dazu entschlossen diesen Blog zu betreiben. Den Januar habe ich dabei dafür genutzt erst einmal ein paar wichtige Punkte näher dazustellen, sodass ich nun hier eine kleine Zusammenfassung der ersten Beiträge und somit auch die Vor- und Nachteile eines Elektroautos vom heutigen Standpunkt aus geben kann.
Wenn ich mir ein Auto kaufen möchte, so habe ich selbstverständlich Immer ein paar klare Favoriten. Wer von uns würde nicht auch gerne sagen können, dass der Ferrari California, der Lamborghini Aventador, der Audi R8 oder sogar alle drei Autos einem selber gehören. Letzteres wäre natürlich mega geil, aber dafür sollte man dann auch schon Multimillionär sein. Was vor allem in der breiten Masse eher seltenst der Fall ist.
Letztlich muss ich also einen Kompromiss eingehen zwischen dem was ich gerne hätte und dem was ich mir leisten kann. Ein Neuwagen, frisch aus der Fabrik wird demnach nur wenigen zugute kommen. Es läuft also darauf hinaus einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Doch so viele gebrauchte E-Autos gibt es zur Zeit noch garnicht auf dem Markt und wenn, dann kosten diese immer noch so viele wie ein klassischer Verbrenner als Neuwagen.
Ein großer Nachteil sind also die Anschaffungskosten. Und damit ist noch lange nicht Schluss. Die Frage #1 bei einem Elektroauto ist zudem wie groß die Reichweite nun eigentlich ist. Und da liegt das E-Auto immer noch weit hinter dem Verbrenner. Im durchschnitt muss man ein Elektrofahrzeug laut Norm nach ca. 200-300 km wieder aufladen. Klassische Verbrenner schaffen da schon gut das Doppelte. 
Wenn ich beispielsweise zu meinen Eltern fahre bin ich ca. 5 Stunden unterwegs und lege dabei eine Strecke von 460 km zurück. Ich fahre also eher spritsparend und schaffe es mit einem Benziner ohne zu Tanken in einem durchzufahren. Bei einem Elektroauto sähe dies anders aus. Hier müsste ich mindestens einmal nachladen, besser wäre zwei oder dreimal, weil es sich bei den 200-300 km ja nur um Normwerte handelt, die ich als Endverbraucher nie erreichen werde. Nun dauert das Laden eines E-Autos natürlich auch nicht nur 5-10 min wie beim Tanken eines Verbrenners, sondern eher 30-40 min. Ich wäre also locker 1-1,5 Stunden länger unterwegs mit einem Elektrofahrzeug. Oder anders gesagt. Ich müsste derzeit einen kompletten Tag mit der Anreise verbringen.
Ein Elektroauto ist also eher für kleinere Stecken gedacht. Beispielsweise die Fahrt zur Arbeit und wieder zurück. Oder aber auch um den Wocheneinkauf zu erledigen. Wobei das Fahrzeug weniger dazu dienen soll den Einkaufswagen zu ersetzen. Es soll vielmehr dazu genutzt werden zum Geschäft hin zu kommen. Und auch hier bieten einige Supermärkte und Einkaufszentren bereits attraktive Angebote. So gibt es teilweise extra gekennzeichnete Parkplätze für Elektrofahrzeuge, wo man sein Auto kostenlos aufladen kann. Das selbe gilt an manchen öffentlichen Ladesäulen. Manche sind auch hier kostenlos nutzbar, was dazu führt, dass man die laufenden Kosten für ein E-Auto sehr gering halten kann. Denn auch die Wartungskosten für Elektrofahrzeuge sind gering, da beispielsweise kein Ölwechsel vorgenommen werden muss. Ebenso wie die Bremsen nicht so oft genutzt werden müssen, da man durch die Rekuperation nicht nur Energie in die Batterie speisen kann, sondern so auch gleichzeitig den Wagen bremst.
Das Elektroauto ist also vom Grundgedanken her eher ein Stadtauto. Ein Auto für kurze Strecken. Ein Auto welches man zu Hause lädt. Zu Hause laden, das ist hier das Stichwort. Ein Elektroauto lädt man am besten zu Hause auf. Selbst hier in Hamburg, wo es über 600 Ladepunkte gibt, sehe ich immer wieder von Verbrennern zugeparkte Ladestationen. Wieso? Weil es einfach nicht genug Parkplätze gibt. Und so kann es schonmal ziemlich ärgerlich sein, wenn ich mit einer fast leeren Batterie zu einer mir bekannten Ladestation fahre und ich diese nicht benutzen kann, weil dort Verbrenner stehen. Doch was tue ich? Warte ich bis einer der Verbrenner wegfährt? Wann wird dies sein? Fahre ich bis zur nächsten Ladesäule? Wird diese denn frei sein? Oder stehen dort auch Verbrenner?
Letztlich steckt die Elektromobilität gerade beim Individualverkehr noch in den Kinderschuhen. Bislang hat man als Besitzer eines E-Autos mehr Probleme als mit einem Verbrenner. Nicht nur das man die Mehrkosten getragen hat, Nein, man muss sogar darum kämpfen einen Stellplatz an einer Ladesäule zu bekommen. Und diese Ladesäule muss im Betrieb sein. Durch den Netzausbau werden nämlich teilweise schon Ladesäulen angepriesen, die noch garnicht funktionieren.
Wenn das Elektroauto also tatsächlich DAS Auto der Zukunft sein soll, so muss da noch einiges getan werden. Dabei geht es nicht nur darum die Reichweite an die eines Verbrenners anzupassen, sondern vielmehr auch darum die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Es geht darum die Parkplätze an Ladesäulen für ladende E-Autos zu reservieren und gleichzeitig auch darum neue Parkplätze für klassische Verbrenner zu bauen. Es geht darum nicht nur die Forschung und Entwicklung der Elektromobilität zu fördern, sondern auch den kleinen Mann, der gerne ein E-Auto hätte, es sich aber nicht leisten kann. Denn was bringt uns die Beste Technik, wenn sie sich keiner Leisten kann?

Das Comeback des Diesel

Es ist das wohl umstrittenste Fahrzeuge der letzten Wochen, Monaten und Jahren - der Diesel. Volkswagen ist seinerzeit aufgeflogen, wegen ...